The Website
I made this website for myself, to make my work easily accessible to me. Most of the paintings I hadn't looked at since they were made — or maybe once or twice. They'd been sitting on shelves ever since. It's a real joy for me now to be able to browse through all the paintings on this website and even sort them by different categories. The whole website is like a playground for me. It delights and moves me to be able to simply leaf through these paintings, which are like my children.
The Beginning
I started painting from one day to the next — but all the more intensely for it.
When it came to light in early spring 2015 that my then-boyfriend, a painter himself, had been cheating on me and deceiving me, the ground was pulled from under my feet. I found myself in such unspeakable pain and shock when the truth finally lay before me unveiled that it felt as though I would actually die.
What happened instead was that after a sleepless, endlessly agonising night, I had a revelatory experience. At the point where I thought I could no longer bear it within myself or with myself and would simply somehow shatter or dissolve, I suddenly stood up, walked to the living room and looked out the window, where the day was just awakening. I stepped as if out of my limited little existence and was filled with blazing light, with complete happiness, love and connectedness — with everything and everyone.
That day I began to paint, as a response or rather as an expression of this love and openness that was suddenly there and spreading more and more. From the very beginning, painting was a quiet meditative process, wonderfully intimate and yet almost as if guided by a higher authority — or better said: a boundless intelligence, a boundless potential. I simply marvelled and let it happen.
Above the Line
Just one week later, an ancient Indian teaching — Vedanta — and my valued teacher came into my life as further gifts. Before this revelation, I would never have given the talk of an older man with a grey beard, surrounded by esoteric symbols, a chance. But in that moment everything was different. I was as if newborn, and Vedanta laid out before me a knowledge that dealt with exactly what I had experienced in my moment of awakening and in the experience of painting: happiness, freedom, awareness, and the waking up from all the false, limiting ideas we normally have about ourselves.
My teacher always liked working with visual charts in his seminars and satsangs. The most important knowledge of this teaching is the recognition that in essence there is only the one ageless and timeless Self — but that we humans identify with an apparent self, made up of body and mind. This small self is always searching for more, different, better — and mostly it is therefore dissatisfied or even suffering. This essential distinction was shown on the chart as follows: the small self as a shadowed inner part. Around it a line, and above the line — "above the line" — boundless being: what we truly are. Free, limitless, unburdened and connected with everyone and everything.
From that time and because of this metaphor, my idea was born to one day have a website with my paintings called "Above the Line." I'm convinced that every truly creative process is guided from "above the line," and the less we as persons consciously or deliberately interfere, the freer and more luminous the result.
Ten years later, I've now put this idea into practice.
The Work
I would describe the painting as free, since I always simply begin without following any particular idea. There might be the desire to use a colour or try a certain technique, but most of the time I follow my first impulse or simply an inspiration.
For me, spontaneous improvisation is what I associate with painting. During the process, forms or figures emerge that I follow. Especially in the early period, faces or human-like figures or creatures would often crystallise. It's worth looking for faces or figures in the apparently abstract paintings of the first years — some of them half-hidden. Later the work became predominantly abstract.
In the beginning I painted and drew with watercolour paints and pencils, as well as graphite. Then various media were added: neon pencils, pastel, ink and acrylic. The paintings are consistently small in format, partly because I often drew while travelling or outdoors.
The Naming
I haven't given the paintings titles. But since I'm a lover of order, I felt the need to number the sheets and keep them together within their pad. That's why I decided to name the paintings after the brand and type of drawing pad and add the year they were made.
Die Webseite
Ich habe die Webseite für mich selber erstellt, um meine Arbeiten mir leicht zugänglich zu machen. Die meisten Bilder hatte ich, seitdem sie entstanden sind, gar nicht oder nur ein-, zweimal wieder angeschaut. Seitdem lagen sie im Regal. Für mich ist es jetzt eine große Freude, auf der Webseite alle Bilder leicht anschauen zu können und sie sogar nach verschiedenen Kategorien ordnen zu können. Die ganze Webseite ist wie ein Spielplatz für mich. Es vergnügt und berührt mich, die Bilder, die wie meine Kinder sind, so einfach „durchblättern" zu können.
Der Anfang
Ich begann mit der Malerei von einem Tag auf den anderen — dafür aber umso intensiver.
Als sich Anfang Frühling 2015 herausstellte, dass mein damaliger Freund, übrigens ein Maler, mich betrogen und hintergangen hatte, wurde mir der Boden unter den Füßen weggezogen. Ich befand mich in einem so unsagbaren Schmerz- und Schockzustand, als die Wahrheit schließlich ohne Schleier vor mir da lag, dass es sich anfühlte, ich würde tatsächlich sterben.
Was aber stattdessen passierte, war, dass ich nach einer schlaflosen und unendlich quälenden Nacht ein Offenbarungserlebnis hatte. An dem Punkt, an dem ich dachte, ich könnte es nicht mehr in mir oder mit mir aushalten und würde einfach irgendwie zerspringen oder mich auflösen, stand ich auf einmal auf, ging zum Wohnzimmer und schaute aus dem Fenster, wo gerade der Tag erwachte. Ich trat wie aus meinem begrenzten kleinen Sein heraus und war erfüllt von gleißendem Licht, von vollkommenem Glück, Liebe und Verbundenheit — mit allem und allen.
An diesem Tag habe ich angefangen zu malen, als Reaktion oder vielmehr als Ausdruck dieser Liebe und Offenheit, die auf einmal da war und sich mehr und mehr ausbreitete. Das Malen war von Anfang an ein stiller meditativer Prozess, wunderbar intim und doch fast wie ferngesteuert durch eine höhere Instanz oder besser gesagt: eine grenzenlose Intelligenz, ein grenzenloses Potential. Ich habe einfach nur gestaunt und es geschehen lassen.
Above the Line
Nur eine Woche später kamen eine altindische Lehre — Vedanta — und mein geschätzter Lehrer als weitere Geschenke in mein Leben. Vor dieser Offenbarung hätte ich dem Gerede eines älteren Mannes mit grauem Bart, umgeben von esoterischen Zeichen, keinerlei Chance gegeben. Aber in diesem Moment war alles anders, ich war wie neu geboren und Vedanta breitete ein Wissen vor mir aus, das sich genau mit dem beschäftigte, was ich in meinem Erwachungsmoment und der Erfahrung mit dem Malen erlebt hatte: mit Glück, Freiheit, Bewusstheit und dem Aufwachen von all den falschen begrenzenden Vorstellungen, die wir normalerweise über uns selbst haben.
Mein Lehrer arbeitete bei seinen Seminaren und Satsangs immer schon gerne mit Schautafeln. Das wichtigste Wissen dieser Lehre ist die Erkenntnis, dass es eigentlich, also essentiell, nur das eine alters- und zeitlose Selbst gibt — wir Menschen uns aber mit einem scheinbaren Selbst, bestehend aus Körper und Geist, identifizieren. Dieses kleine Selbst ist immer auf der Suche nach mehr, anders, besser — meistens ist es aber deswegen unzufrieden oder sogar leidend. Diese wesentliche Unterscheidung wurde auf der Schautafel folgendermaßen dargestellt: Das kleine Selbst als ein verschatteter innerer Teil. Darum herum eine Linie und über der Linie — „above the line" — das grenzenlose Sein: das, was wir wahrhaftig sind. Frei, grenzenlos, unbeschwert und mit allen und jedem verbunden.
Aus dieser Zeit und wegen dieser Metapher wurde meine Idee geboren, irgendwann eine Webseite mit meinen Bildern zu haben, die „Above the Line" heißen sollte. Ich bin überzeugt davon, dass jeder wirklich kreative Prozess von „above the line" gesteuert wird und je weniger wir als Personen bewusst oder geplant mitmischen, desto freier und lichter das Ergebnis.
Zehn Jahre später habe ich diese Idee nun in die Tat umgesetzt.
Die Arbeiten
Ich würde die Malerei als frei bezeichnen, da ich immer einfach anfange und keiner bestimmten Idee nachgehe. Vielleicht gibt es die Lust, eine Farbe zu nutzen oder eine bestimmte Technik auszuprobieren, aber allermeistens folge ich meinem ersten Impuls oder eben einer Inspiration.
Für mich ist die spontane Improvisation das, was ich mit Malerei verbinde. Während des Prozesses zeigen sich Formen oder Gestalten, denen ich nachgehe. Vor allem in der Anfangszeit haben sich so oft Gesichter oder menschenartige Figuren oder Kreaturen herauskristallisiert. Es lohnt sich also, in den abstrakt erscheinenden Bildern der ersten Jahre nach Gesichtern oder Figuren zu suchen, die zum Teil halb versteckt sind. Später wurden die Arbeiten hauptsächlich abstrakt.
Zu Anfang habe ich mit Aquarellfarbe und -stiften sowie mit Bleistift gemalt und gezeichnet. Dann kamen diverse Medien hinzu: Neonstifte, Pastell, Tinte und Acryl. Die Bilder sind durchweg eher kleinformatig, auch weil ich viel von unterwegs oder draußen gezeichnet habe.
Die Benennung
Ich habe den Bildern keine Titel gegeben. Aber da ich ein ordnungsliebender Mensch bin, war es mir ein Bedürfnis, die Blätter durchzunummerieren und sie im Block zusammenzuhalten. Deswegen habe ich mich entschieden, die Bilder nach dem Namen der Marke und Art des Malblocks zu benennen und das Entstehungsjahr hinzuzufügen.